Alle Menschen lieben Kaninchen

Stummelschwänzchen, lange Ohren und ein schöner grauer Pelz.
So werden alle schon geboren, hüpfen fröhlich durch die Welt.

Sehen aus wie kleine Hasen, doch meist nur in großer Schar,
können sie wie die Großen rasen, dafür sind Kaninchen da.

Hoppel, hoppel, hoppel, hoppel, … – Kaninchen!
Zappel, zappel, zappel, zappel, … – im Bauch!
Alle Menschen lieben Kaninchen,
deswegen zappeln Menschenkinder auch.

Doch wenn wir mal auf einer Wiese etwas Klee
gefunden haben, bleiben wir ganz ruhig steh´n
und mümmeln eifrig, still und heimlich alles auf.

Hoppel, hoppel, …

Leben im Wald und auf den Wiesen,
doch für den Jäger viel zu schlau.
Schlafen wir, aus Vorsicht vor diesen,
in einem weitverzweigten Bau.

Wir graben uns tief in den Boden,
hier kriegt uns niemals einer raus.
Doch kommt mal einer uns zu holen,
gehen wir aus ‘nem Notausgang hinaus.

Buddel, buddel, buddel, buddel, … – Kaninchen!
Zappel, zappel, zappel, zappel, … – im Bauch!
Alle Menschen lieben Kaninchen,
deswegen buddeln Menschenkinder auch.

Doch wenn wir mal auf einer Wiese etwas sehen,
das uns verängstigt, bleiben wir ganz ruhig steh’n
und sitzen’s heimlich, still und leise einfach aus.

Buddel, buddel, …

Hoppel, hoppel, hoppel, hoppel, … – Kaninchen!
Alle Menschen lieben Kaninchen!
Alle Menschen lieben Kaninchen!

Bei Maus Zuhaus

Heimlich, still und leise,
auf mucksmäuschenstille Weise,
leben wir schon immer mit euch Menschen Tür an Tür.

Da wo ihr wohnt gibt’s immer Futter:
Schinken, Käse, Brot und Butter.
Seid euch sicher, ja, wir danken euch dafür!

Kleine Mausefüßchen machen: Trippeltrappel, trippeltrappel, trippeltrappel – hinter der Tür!
Schicken dir ein Grüßchen, sagen: Trippeltrappel, trippeltrappel, trippeltrappel – Danke dir!
Lass‘ uns bei dir sein. Trippeltrappel, trippeltrappel, trippeltrappel – sind so gerne bei dir!
Nur tu‘ uns ‘nen Gefallen – sperr die Katze ein!

Auf euren Feldern und Streuobstwiesen
lässt sich das Leben wohl genießen.
Auch in euren Kräutergärten, wunderbar – oh ja.

Gemüse, Obst und Getreide vertreibt uns die Langeweile.
Hier gibt´s immer was zu futtern, das ist ja wie bei Muttern –
auch die leck’ren Meeresfrüchte von euren Superfischfangkuttern!

Kleine Mausefüßchen …

Mäuse sind euch Menschen eng verbunden,
so war es schon fast immer und so wird es immer sein.
Im Menschen haben wir ‘nen echten Freund gefunden,
wir wissen das zu schätzen, werden ewig dankbar sein.
Kulturverfolger eurer Zivilisation,
denn riechen wir das Essen, kommen wir auch schon.

Trippeln und trappeln, die Mäulchen geschleckt.
Der Tisch ist für uns wie ein Träumchen gedeckt.
Nehmen fast nur die Reste, für euch bleibt das Beste.
So ist für Maus und Mensch alles perfekt.
Wir trappeln und schnappen die Beute geschwind,
packen schnell in die Backen, denn wir Mäuse sind,
wenn uns die Miezekatzen mit ihren fiesen Tatzen
das Fest nicht mies machen, auch schnell wieder weg.

Kleine Mausefüßchen …

Dem Reh tut‘s weh

Diese Geschichte, die ich euch erzählen will klingt eher komisch,
doch sie ist nicht so zum Lachen.
Drum hör gut zu, ich gebe dir ‘nen guten Rat:
Immer deine Zähne sauber machen!

Bei Rehen und bei Hirschen hörst du ihre Zähne knirschen,
das hält kein guter Zahn sehr lange aus.
Wenig knirschen, besser putzen, so kannst du länger sie benutzen,
denn ein schlecht gepflegter Zahn fällt sicher aus.

Dem Reh tut’s weh – oh weh, oh weh! Das find ich nicht ok!
Dem Reh tut’s weh – oh weh, oh weh! Wie ich’s auch wend‘ und dreh‘,
denn ohne Zähneputzen kriegst du ein ganz ähnliches Problem.
Tiere können nicht zum Zahnarzt gehen.

Dem alten Reh tun meistens seine Zähne weh,
was würd‘ das Tier doch nur für neue Zähne geben.
Denn überhaupt ist dieses Zahnabriebproblem
der Grund, dass unsere Rehe nicht sehr lange leben.

Drum vermeide, wie bei Hirschen, ständig mit den Zähnen knirschen,
das hält kein guter Zahn sehr lange aus.
Wenig knirschen, besser putzen, so kannst du länger sie benutzen,
denn ein schlecht gepflegter Zahn fällt sicher aus.

Dem Reh tut´s weh … (2x)

Und wenn du schließlich doch einmal ein kleines Loch im Zahn entdeckst
gehst du zum Zahnarzt, der macht es wieder weg.
Und statt Angst davor zu haben denk beim nächsten Mal daran,
dass das arme Reh nicht mehr kauen kann.

Dem Reh tut´s weh …

Rauf und runter und im Kreis – wir putzen Zähne jeden Tag.
Rauf und runter und im Kreis – obwohl es keiner wirklich mag.
Rauf und runter und im Kreis – mindestens zwei Mal jeden Tag.
Rauf und runter!

Rauf und runter …

Dann tut´s nicht weh!

Emil Eichhorn

Nüsse, Nüsse, Nüsse, Nüsse Nüsse, Nüsse, Nüsse,
ich mag Nüsse, Nüsse, Nüsse, Nüsse, Nüsse mag ich gern!

Emil ist mein Name und ich lebe in den Bäumen,
von so einem Leben können Pinguine doch nur träumen.
Ich kann klettern wie kein Affe es bisher auf dieser Welt
und ich lebe in den Wäldern, weil’s mir hier so gut gefällt.

Nüsse, Nüsse, Nüsse ...

Emil ist mein Name – vielleicht rätst du, was ich bin,
denn ich habe stets das Sammeln leck’rer Nüsse nur im Sinn.
Ich weiß, ich bin nicht gerad’ der Größte und auch nicht winzig klein,
doch viele Tiere würden gern so flink und flauschig sein.

Nüsse, Nüsse, Nüsse ...

Nüsse muss ich sammeln, denn der Winter, der wird hart,
d’rum werden jetzt im Sommer ein paar Nüsse noch verscharrt.
Bucheckern und Eicheln pack’ ich auch noch mit dabei,
das wird für mich im Winter eine Riesenleckerei.

Aus denen, die ich nicht mehr finde, werden, wenn ich träume,
mit etwas Glück im nächsten Jahr schon wunderschöne Bäume.
Auf denen werd ich klettern und ich spring’ von Ast zu Ast,
wenn ich jetzt keine Nüsse sammel, ist die Chance verpasst!

Nüsse, Nüsse, Nüsse ...

Komm’ ich dann nach Hause mit den Backen voll mit Nüssen,
dann empfängt mich meine liebe Frau mit hunderttausend Küssen.
Und sie sagt „Mein lieber Emil, oh, ich liebe dich so sehr!
Komm sei so lieb und bring’ mir doch noch viel mehr Nüsse her!“

Nüffe, Nüffe, Nüffe ...

Nüsse muss ich sammeln, denn der Winter, der wird hart ...

Nüsse, Nüsse, Nüsse ...

Flappy, die Fledermaus

Ich bin Flappy, die kleine Fledermaus,
ja, ich weiß, ich seh’ schon ganz schön finster aus.
Mit meinem schwarzen Frack häng’ ich kopfüber vom Baum,
so kann ich mir die ganze Welt verkehrt herum anschau’n.
Ich hab ‘nen rechten Zahn und ‘nen linken,
für gewöhnlich stör’n die mich ja nur beim Trinken.
Denn ich mag kein Blut, ja, ich trink’ nur Milch, ich bin ein süßer Flattermauseknilch!

Ich bin Flappy, die kleine Fledermaus,
wenn es dunkel wird, flieg ich in die Nacht hinaus.
Saus’ herum zwischen Büschen und Bäumen,
wenn alle kleinen Menschenbabys träumen.
Ich lieb’ die Dunkelheit, den Mond und all die Sterne,
die so schön funkeln in der endlos weiten Ferne.
Flatter’ kreuz und quer, auf und ab, gar so geschwind, ich bin ein Flattermausewirbelwind!

Die Mama sagt, wir trinken Blut und essen auch mal ’ne Fliege,
doch das kann ich nicht tun, weil ich ja alle Wesen liebe.

Den Dachs, die Maus, den Storch, den Fuchs, die Vögel und die Bienchen,
und ganz besonders liebe ich die flauschigen Kaninchen.

Und all die kleinen Tiere und Insekten hab ich gern’,
wär’ schade, wenn sie meine Beute wär’n.

Ich bin Flappy, die kleine Fledermaus,
flieg’ mit Echolot, gibt’s bei mir schon eingebaut.
So kann ich ohne Brille sehen,
wie das funktioniert, ist ganz leicht zu verstehen.
Nutz’ meine süßen spitzen Ohr’n zum navigieren,
so kann kein Aufprallfliegeunfall mir passier’n.
Und so ruf’ ich in die Nacht hinaus: Ich bin Flappy, die kleine Fledermaus!

Und ich frag: Kommst du zum Spielen raus?
Ich bin Flappy, die kleine Fledermaus!
Und mir geht niemals die Puste aus.
Ich bin Flappy, die kleine Fledermaus!
Doch ist die Nacht vorbei, flieg’ ich nach Haus.
Ich bin Flappy, die kleine Fledermaus!
Ich bin nicht Kevin, Justin, Torben und auch nicht der Nikolaus.
Ich bin Flappy, die kleine Fledermaus.

Froschteich Potpourri

Es war einmal ein Laubfrosch auf der Wiese – quak!
Und dieser war genauso grün wie diese – quak!
Vier Füße mit so Saugnäpfen dran – quak!
Damit er auch gut klettern kann – quak!

Es war einmal ‘ne dicke, fette Kröte – quak!
Die spielte immer gerne auf der Flöte – quak!
Ihr Rücken war mit Warzen übersäht – quak!
Sie spielte ihre Flöte früh bis spät – quak!

Quak, quak, quak – den lieben, langen Tag, Tag, Tag!
Immer nur, immer nur: Quak, quak, quak!
Wie ein jeder Frosch es mag!

Der Moorfrosch hat ‘ne ganz besond’re Gabe – quak!
Zur Hochzeit trägt er nämlich blaue Farbe – quak!
Auf gute Kleidung kommt´s dem Moorfrosch an – quak!
Ist doch schön wenn man blau werden kann – quak!

Es war einmal ein Springfrosch auf ‘ner Lichtung – quak!
Der eignete sich wunderbar für Dichtung – quak!
Die Füße und die Schenkel waren breit – quak!
So sprang er nicht nur gerne sondern weit – quak!

Quak, quak, quak …

Es war einmal ‘ne süße Gelbbauchunke – quak!
Am liebsten mochte sie Salat mit Tunke – quak!
Paprika, doch nur in Gelb, und Mais mochte sie auch – quak!
Sahen sie doch ganz genauso wie ihr Bäuchlein aus – quak!

Es war einmal ein Seefrosch laut am Lachen – quak!
Man sagt, dass diese solche Sachen machen – quak!
Es quakten alle Frösche laut mit aller Macht – quak!
Nur der kleine Seefrosch, der hat nur laut gelacht – quak!

Quak, quak, quak …

Ein Wasserfrosch der planschte mal im See – quak!
Da taten plötzlich seine Beine weh – quak!
Sein Körper war ein wirklich kleiner, zarter – quak!
Vom Schwimmen hatte er ‘nen Muskelkater – quak!

An einem Tag kam mal der Storch herbei – quak!
Da war das Froschgequake schnell vorbei.
Und hat der Storch nur einmal kurz gezuckt,
da hat sich jeder Frosch schon weggeduckt.

Glühwürmchenfamilie

Komm und folge meinem Lichte, sieh mein nächtliches Erglüh’n.
Angst vor’m Dunkeln mach ich zunichte, auf dass dir schöne Träume erblüh’n.

Schau das Leuchten, seinen Schimmer, wie es dir den Weg erhellt.
Und so funkeln wir dir immer, damit dir die Nacht gefällt.

Kleine tanzende Laternen siehst du in der Dunkelheit.
Wir sind die Glühwürmchenfamilie,
leuchten in der Sommerzeit.

Nachts, so sagt man, sei’n alle Wesen grau und ohne Farbenschein.
Doch nicht wir, so kannst du’s sehen, wir glühen in die Nacht hinein.

Blau und grüne Schillerfarben tanzen unter’m Mondenlicht.
Deine Träume, uns’re Gaben, schenken wir dir, kleiner Wicht.

Kleine tanzende Laternen siehst du in der Dunkelheit.
Wir sind die Glühwürmchenfamilie,
leuchten in der Sommerzeit.

Hummelchen, das Pummelchen

Die ander’n Tiere sagen, ich wär’ pummelig – pummelig
Doch das ist mir egal und trotzdem fliege ich – fliege ich
Pass’ ich mit meinem Körper nicht in Blüten rein – Blüten rein
Beiß’ ich einfach ein klitzekleines Loch hinein – Loch hinein

Die Bienen sagen uns, wir wären nicht sehr elegant
und sind auch nicht wie Maja hier im ganzen Land bekannt.
Und doch sind wir den Bienen auch ein kleines Stück voraus,
denn Hummeln schwärmen auch bei schlechtem Wetter aus.

Die Biene mag es warm, fliegt nur bei Sonnenschein – Sonnenschein
Und ist es ihr zu kalt, stellt sie die Arbeit ein – die Arbeit ein
Da zeigt sich wieder, was die tolle Hummel kann – die Hummel kann
Denn Hummeln haben halt die dick’ren Jacken an – Jacken an

Die Bienen sind zwar beim Bestäuben allererste Wahl,
doch ohne Hummeln wär’ es auch für Bienen eine Qual.
Dass wir Hummeln, und so weiß es jedes Bienenkind,
die Spezialisten für zu kaltes Wetter sind.

Die Hummel ist ein regelrechtes Arbeitstier – ein Arbeitstier
Und doch ist es für Hummeln zu viel Arbeit hier – zu viel Arbeit hier
Die Bienen sind so fleißig und so viele mehr – so viele mehr
D’rum brauchen wir die Hilfe von den Bienen sehr – Bitte sehr

Ihr Menschen solltet wissen, was die Biene für Euch tut!
Und auch wir Hummeln tuen eurer Gartenernte gut!
Denn ohne uns’re Arbeit schaut ihr ganz schön traurig drein
– der Mensch kann nur mit Hummeln und den Bienen sein!

Kein Obst und kein Gemüse würde wachsen ohne uns,
denn zum Bestäuben braucht man unsere Bestäubungskunst.
Gemeinsam ist man stärker und so setzen wir uns ein
– der Mensch kann nur mit Bienen und den Hummeln sein!

D’rum sollten wir auch immer gute Freunde sein!

Ihr könnt doch nur mit Bienen und uns Hummeln – leben!

Ist es wahr, Herr Adebar?

Wenn du Mensch mich siehst, wie ich sitz‘ auf dem Dach
und du über mich sagst, ich bringe Babys bei Nacht,
dann fühl‘ ich mich geehrt und muss sagen, das ist wirklich nett!

Ich weiß, nicht jedem Tier, das die Welt mit dir teilt,
wird aus menschlicher Sicht so viel Ehre zuteil.
Schöner wär´s, wenn das Tier generell ein höh´ren Wert hätt´!

Der Fuchs hat schon immer die Gans gestohl´n,
der Wolf jagt die Oma im Wald unverhohl´n,
und die Fledermaus meidet man besser tief in der Nacht.

Glaubst du auch jeden Tratsch, den der Mensch sich erzählt,
weil er lieber die Märchen statt Wahrheiten wählt,
und ihr Menschen bekommt eure Babys bitteschön selbst!

Schwarze Katze bei Nacht dir stets Unheil gebracht,
ob von links oder rechts – hab noch nie so gelacht!
Doch das flauschige Tier, das kann meistens gar nichts dafür.

Wenn der Esel nicht tut was der Mensch von ihm will
ist er dumm oder stur – ach komm, sei doch still!
Investier‘ lieber Zeit in die Bindung, die er zu dir hat.

Der Fuchs …

Einen Frosch kannst du knutschen, doch es kommt nix bei raus,
außer schleimigen Lippen und es sieht dämlich aus.
Doch ‘nen Date mit ‘nem Prinzen gibt´s dadurch garantiert nie.

Glaubst du wirklich an Drachen und die Zwerge zu siebt,
dass durch leergegess‘nen Teller es Sonnenschein gibt?
Ist die Zeit für all die Märchen nicht endlich vorbei?

Und die Hexen auf Besen heißen heut´ Harry Potter,
können immer noch zaubern, nur fliegen sie flotter,
und den Rest dazwischen macht eh nur die Fantasie.

Fantasie ist doch schön, so hab ich´s auch gemeint,
wenn sie Friede und Freude für alle vereint.
Doch ‘ne Drohung, für wen auch immer, sollt´ sie wirklich nicht sein!

Käpt‘n Schwan

Auch wenn ich für immer auf See bereit,
sie bleibt mein Liebchen auf Lebenszeit.
Mein sicherer Hafen daheim,
möchte ich stets bei ihr sein.

Die Wellen des Lebens, sie tragen mich fort,
durch unruhige See und an jeden Ort.
Ihr weißes Gewand zieht mich Heim,
möchte ich stets bei ihr sein.

Ich bin Käpt‘n Schwan – Ahoi!
Und sie weiß, wie ich mich freu,
wenn nach großer Fahrt, oft tagelang,
ich bei ihr weilen kann.

Ich bin Käpt‘n Schwan – Ade!
Wo das Meer mich auch hinweht,
bleib‘ ich dir, meinem Liebchen,
doch für immer treu, dein Käpt‘n Schwan!

Ihr Antlitz erscheint mir im Wolkenspiel,
ihr Lächeln begleitet mich zu jedem Ziel.
Es bläht meine Segel mit Glück,
wenn stets ruft ihr Herz mich zurück.

Ihr lieblicher Hals mit dem zierlichen Haupt,
ihre Schwingen so edel wie von Engeln geraubt.
Mein sicherer Hafen daheim,
möchte ich stets bei ihr sein.

Ich bin Käpt‘n Schwan …

Die Wellen des Lebens, sie tragen mich fort,
durch unruhige See und an jeden Ort.
Es bläht meine Segel mit Glück,
wenn stets ruft ihr Herz mich zurück.

Ich bin Käpt‘n Schwan – Ahoi!
Und sie weiß, wie ich mich freu,
wenn nach großer Fahrt, oft tagelang,
ich bei ihr weilen kann.

Ich bin Käpt‘n, Käpt’n Schwan!
Wenn du willst kannst du mitfahr’n,
dann bist du stets bei mir und ich bei dir,
bin dein Käpt‘n, Käpt’n Schwan!

Kellerasselaufräumpolka

Ich und meine Freunde sitzen unter jedem Stein,
mampfen, fressen, stopfen all den Unrat in uns rein.

Wir sind schon viele tausend Jahre unverändert auf der Welt,
eigentlich sind es ja Millionen, doch kenne keinen der so weit zählt.
Sind nicht niedlich, aber friedlich und für euch von großem Wert.
Warum wird uns denn noch immer eure Aufmerksamkeit verwehrt?

Wir räumen auf! – Wie eine Assel musst du sein.
Wir misten aus! – So wird das Kinderzimmer rein.
Der Dreck muss raus! – Und möglichst nicht wieder hinein.

Bei all dem Aufräumschlamassel braucht’s ‘ne fleißige Assel,
komm räum auf! – Denn das Aufräumen hört niemals auf!

Aufräumen, aufräumen, immer wieder aufräumen!
Aufräumen, aufräumen, immer dieses aufräumen!

Morsches Holz und alte Blätter: Lecker, lecker fein!
Alles muss hier blitzeblank und schön in Ordnung sein.

So bekommt der Boden seine Nährstoffe zurück,
dass es uns Kellerasseln gibt ist für euch ein großes Glück!

Wir sind die beste Putzkolonne, die es hier auf Erden gibt.
Ist schon komisch, dass uns dafür von den Menschen keiner liebt.
Sind nicht niedlich, aber friedlich und für euch von großem Wert.
Warum wird uns denn noch immer eure Dankbarkeit verwehrt?

Wir räumen auf! …

Wir sind schon viele tausend Jahre …

Wir räumen auf! …

Bei all dem Aufräumschlamassel sei ‘ne fleißige Assel,
gib nie auf! – Dann hört das Aufräumen vielleicht auf!

Krähenbandenblues

Dies ist unser Baum und wir halten ihn besetzt.
Dies ist ganz alleine unser Krähenbandennest.
Alle unsere Kumpels die sind da – Krah, Krah, Krah!

Nur wer schwarze Federn hat der darf hier bei uns sein.
Mit ´nem schönen Krähenschnabel und zwei schwarzen Krähenbein‘.
Wir sind so herrlich unverkennbar unscheinbar – Krah, Krah, Krah!

Denn alle ander‘n Vögel sind uns Krähen viel zu bunt
und das tun wir gemeinsam lautstark kund.
Und ich als Krähe sag´s dir wie ich´s meine: Ey du Vogel – zieh Leine!

Wir ha’m die Klugheit gepachtet und wir sind gescheit.
Und wir stehen jederzeit zu jedem Schabernack bereit.
Krähen sind doch einfach wunderbar – Krah, Krah, Krah!

Wir haben keine Angst vor Autos auf der Autobahn.
Wir nutzen sie zum Nüsse knacken wenn sie drüberfahr´n.
Und manchmal liegt was leck´res, plattgefahr‘nes da – Krah, Krah, Krah!

Denn alle ander‘n Vögel wissen wir sind superschlau.
Die Menschen können dienlich sein, das wissen wir genau.
Und jede Krähe lernt´s von ihrer Mutter: Wo Menschen – da Futter!

Krah, Krah, Krah – Krah, Krah, Krah!
Wir Krähen sind die obercoolsten Vögel.
Wir Krähen, wir sind einfach unschlagbar.
Wir sagen: Krah, Krah, Krah – Krah, Krah, Krah!

Wir hängen nie allein rum, gemeinsam sind wir stark.
Selbst wenn einmal der Bussard kommt zu uns‘rem Baum im Park,
dann fliegt er ganz schnell wieder hin, wo er grad war – Krah, Krah, Krah!

Tauben jagen hier im Park, ja das macht Riesenspaß.
Und selbst wenn sie sich wehren, ja dann machen wir sie nass.
Wir sind die Chefs der Lüfte, ist das endlich klar? – Krah, Krah, Krah!

Denn alle ander´n Vögel sind doch keine Konkurrenz.
Für Krähen ist das Leben ein unendlich schöner Lenz.
Ihr komischen Vögel, ich sag´s euch wie ich´s meine: Wir Krähen machen euch Beine!

Krah, Krah, Krah – Krah, Krah, Krah!
Wir Krähen sind die obercoolsten Vögel.
Wir Krähen, wir sind einfach unschlagbar.
Wir sagen: Krah, Krah, Krah – Krah, Krah, Krah!

Ich kann´s auch höflich zu dir sagen: Hey ich bitt‘ dich – mach ‘n Sittich!
Ob Specht und Sperling, Amsel, Drossel, Fink und Star – Krah, Krah, Krah!
Komm mach ‘n Abflug, keiner wird dich hier vermissen – du kannst dich niemals mit uns vergleichen!

Leander Salamander

Leander – Leander
Man nennt mich auch den Feuersalamander.
Berühr’ mich besser nicht und bitte fass’ mich niemals an,
weil’s auf der zarten Kinderhaut wie Feuer brennen kann.

Ich bin nicht böse und ich bin auch nicht gemein,
ich möchte nur viel lieber mit mir alleine sein.
D’rum leb’ ich in den Wäldern, wo’s keine Menschen gibt,
bin jemand, der die Feuchtigkeit und Einsamkeit so liebt.

Meine Haut ist schwarz und gelb, und das soll dir ein Zeichen sein.
Ich möcht’ nicht mit dir spielen, bitte lass mich doch allein.

Leander – Leander ...

Ich geh nur raus bei Regen oder wenn der Nebel zieht,
das ist der Grund, warum man mich auch nur so selten sieht.
Am Tage geh’ ich schlafen unter meinem Lieblingsstein,
genieße dann die schöne Zeit mit mir allein zu sein.

Meine Haut ist schwarz und gelb und das soll dir ein Zeichen sein.
Bin garantiert kein Streicheltier, bitte lass das streicheln sein.

Leander – Leander ...

Ich komme aus dem Wasser und dann ziehe ich an Land,
drum bin ich auch im Tierreich als Amphibie bekannt.
Ich leb ein langes Leben, wenn man’s mir nicht zeitig nimmt,
weil in mir ein unerschütterlicher Lebensfunke glimmt.

Sogar wenn ich bei einem Kampf mal einen Fuß verlier’,
dann wächst er mir ganz einfach nach, dann hab ich wieder vier.

Leander – Leander ...

Libellengesellen

Leidenschaftliche Libellen lispeln leise Liebeslieder.
Lodernd, liebestoller Lockruf lebensfroher Liebesflieger.
Liebreizende Ladies lauschen liebevoller Liebeslyrik.
Langweiliges Leben liegen lassen, lieber lebenslanges Liebesglück!

Hab keine Angst vor uns Libellen,
kannst dich gern zu uns gesellen,
auch wenn wir einen Stachel haben,
doch diesen nur zum Ei-Vergraben.

Hab keine Angst vor uns Libellen,
fliegend, fröhliche Gesellen.
Liebe steckt in unser’m Namen.
Libellen – seit Millionen Jahren.

Lupenreine Liebeslaute liefern laue Leichtigkeiten
lebensfroher Liebesboten, Lobgesänge, Lebenszeichen.
Lautes Liebeswerben lindert Liebeskummernichtigkeiten.
Lamentieren lassen, lieber losgelöste Lieblichkeiten.

Hab keine Angst …

Liebe lässt Libellen lächeln, lispeln leise Liebeslieder.
Lässige Luftakrobaten, liebevolle Liebesflieger.
Liebenswürdigkeiten lassen Liebe länger leben.
Libellen lispeln leise Libellenliebeslieder.

Hab keine Angst …

Mach dein Handy aus

Mach dein Handy aus und die Augen auf
und sieh die Welt ist so schön!
Häng’ nicht immer dran, denn die Technik kann
niemals so schön ausseh’n!

Nein, du brauchst es nicht, wenn du draußen bist,
ständig anzuseh’n.
Dass du’s bei dir hast, ist genug der Last,
komm schon, schau es wird auch ohne Handy geh’n.

Red’ doch mal mit Bäumen oder auch mal mit den Tier’n,
wenn du’s noch nie getan hast, kannst du es ja mal probier’n.
Oder geh’ bei Regen einfach mal spontan hinaus,
dann fällt dir uns’re schöne Umwelt mal ganz anders auf.

Mach dein Handy aus ...

Du verpasst doch nichts, wenn du offline bist,
die Natur und du allein.
Komm genieß die Ruh’, hör den Vögeln zu,
du musst nicht immer erreichbar sein.

Technik kann uns helfen, leider kann sie uns auch stör’n,
d’rum sollte man nicht allzeit auf die liebe Technik schwör’n.
Erleben kommt von Leben und mit Handy geht das kaum,
die virtuelle Welt ist nur ein wunderbarer Traum.

Mach dein Handy aus ...

Erst seit ein paar Jahr’n wird hier so verfahr’n,
so als wäre es normal.
Doch so mancher denkt, dass es zuviel lenkt
und so wird es schnell zur Qual.

Selbst draußen sieht man Menschen mit Computern in der Hand.
Bist du mit deinen Freunden auch in Wirklichkeit bekannt?
Wir werden alle einsam sein, wenn’s weiter so geschieht,
weil jeder nur in seiner Technik seinen Nächsten sieht.

Matschepampenspaß

Und dann spring ich in die Pfütze, macht es: Platsch, platsch!
Meine nassen Füße auf dem Boden: Patsch, patsch!
Mit der Pampe an den Händen mach ich: Flatsch, flatsch!
Spiel den lieben, langen Tag so gern im Matsch, Matsch!

Genauso muss es sein, feucht und fröhlich wie ein Lurch.
Ich seh‘ dann aus wie Schwein, doch da muss die Mama durch.
Also geht´s danach ins Bad, sie wäscht die Pampe ab.
Hab schon lange nicht mehr so ´nen schönen Matschepampenspaß gehabt!
Hab schon lange nicht mehr so ‘nen schönen Matschepampentag gehabt!

Mama sagt: „Zieh dir doch die alten Sachen an!“
Und dabei schaut sie mich schon wieder so allwissend an.
„Ich mach mich doch nicht dreckig“, sag ich dann zu ihr,
und treff‘ dann meine Freunde an der Gartentür.

Gestern hat´s geregnet – Pfützen überall!
Da gibt´s was Schöneres zu tun als spielen mit dem Ball.
Man muss bei der Gelegenheit auch einmal Erster sein,
höre ich mich sagen und spring in die Matsche rein!

Und dann spring ich in die Pfütze …

Flitsch, flatsch, pitsch, patsch – der Glibber läuft mir überall aus der Nase, aus den Ohren.
Grinse ganz breit und ich fall‘ in die nächste Pfütze rein, mach lustige Lehmfiguren.
Das ist für Matschepampenengel nun mal die beste Klebstruktur:
Ein Teil Wasser und drei Teile Erde. Wenn ich dabei dreckig werde von igitt, igitt keene Spur.
Ist doch alles nur Natur! Ich muss den Matsch, Matsch ja nicht essen.
Und wenn mir zu kalt wird lauf ich rasch, rasch schnell wieder rein ins warme Heim
und bleibe kuschelig zu Haus. Wenn ich nicht krank werd‘ kann ich morgen wieder raus.

Papa sagt: „Heut´ ist superschöner Sonnenschein.
Lad‘ doch deine Freunde mal in unser‘n Garten ein.“
Wir grillen, spielen, fangen und wir toll’n im Gras.
Bei Sonnenschein macht sowas doch gleich noch mehr Spaß!

Das Thermometer schuftet sich über 30 Grad,
da wird’s bei uns im Garten ohne Swimmingpool schon hart.
„Abkühlung ist wichtig!“, sagt der Papa schließlich auch.
Und macht ‘ne Matschepampenpfütze mit dem Gartenschlauch.

Und dann spring ich in die Pfütze …

Mensch Maulwurf

Du siehst mich nicht – doch weißt genau, dass ich es war.
Du magst mich nicht – doch das ist mir total egal.

Der Mensch sieht frische Erde aufgetürmt zu einem Berg
und nennt es Vandalismus – ich nenn´s mein Tagewerk!
Der Mensch meint, dass er so an seiner schönen Wiese hängt,
doch das Problem ist, dass er oberflächlich denkt!

Du willst mich nicht – in deinem Garten buddeln seh´n.
Doch kriegst mich nicht – denn dafür müsstest du auch in die Tiefe geh´n.

Erfinderisch probierst du jedes Gegenmittel aus,
doch auch Gewalt löst kein Problem, so kriegst du mich hier auch nicht raus.
Mir scheint du wärst sogar auch noch zum Äußersten bereit,
im Kampf mit mir um deine Oberflächlichkeit.

Ein Maulwurf muss tun, was ein Maulwurf gerne tut.
Und außerdem tut meine Tätigkeit dem Boden gut.
Mensch, komm stell dich nicht so an. Ich habe dir doch nichts getan!

Da bleibt dir nur noch es tapfer zu ertragen.
Es tut mir Leid, ein Maulwurf der muss graben!

Ich sehe nix – doch auch das macht mir nichts aus.
Du magst mich nicht – und schreist: „Wie sieht mein Garten aus?“

Ich bin nützlich und natürlich, deine Wiese die ist fremd.
Du machst dich breit auf dieser Erde, aggressiv und ungehemmt.
Ihr Menschen meint doch wirklich ganz alleine hier zu sein.
Doch unsere Erde, die gehört euch nicht allein!

Ein Maulwurf muss tun …

Da hilft kein bitten, betteln, jammern oder fragen.
Es tut mir Leid, ein Maulwurf der muss graben!

So sind wir Maulwürfe nun mal, was soll ich sagen?
Es tut mir Leid, ein Maulwurf der muss graben!

Es tut mir Leid, ein Maulwurf der muss graben!

Nachtlied der Eule

Mondenlicht – wie schön es durch die Bäume bricht.
Keine Angst und fürchte dich nicht, ich wache über dich.

Dunkelheit – kein helles Licht mehr weit und breit.
Fürchte nicht die Einsamkeit, ich habe für dich Zeit.

Müdigkeit – macht sich in allen Gliedern breit.
Verkündet sie die Schlafenszeit, liebes Kind, es ist so weit.

Tiefe Nacht –Tagewerk ist längst vollbracht.
Nachtpatrouille ist erwacht, hütet dich mit aller Macht.

Sternenglanz – so leuchte für den Elfentanz.
Ein Reigen voller Eleganz, Mitgefühl und Toleranz.

Finsternis – die Fledermaus mit ihrem Biss.
Nur keine Furcht, vertrau’ auf mich, Eulenruf beschütze dich.

Morgenlicht – wie schön es durch die Bäume bricht.
Nun sei beendet meine Schicht, ein neuer Tag erwarte dich!

Nicht schlecht, Herr Specht!

Hallo Herr Specht, das ist doch schlecht,
was sagt der Baum – ist es ihm recht?
Warum kloppen Sie da Löcher rein?
bei Ihnen möchte man ein Baum nicht sein!
Ja finden Sie das denn korrekt, Herr Specht?!

Entschuldige du, jetzt hör’ mir mal zu:
Ich will hier wohn’ und brauch’ ein Haus dazu.
Ich mach’ das doch nur hier in diesem Baum,
erweit’re so nur meinen Lebensraum
und bau’ die Kinderstub’ dazu – im Nu!

Na gut, ok, ich seh’, ich seh’,
doch tut es Ihrem Kopf nicht weh?
Sie hauen pausenlos vor diesen Stamm,
wie man da keinen Kopfschmerz kriegen kann,
ist es, was ich nicht versteh’ – oh weh!

Ist kein Problem, ist mit System,
kannst meine starken Nackenmuskeln seh’n.
Noch dazu hängt mein Gehirn ganz fest im Kopf,
so spür’ ich kaum Erschütterung unter meinem Schopf.
Kannst du das Ganze jetzt versteh’n – und geh’n?!

Ich seh’ es ein, das klingt ja fein,
doch muss das Hämmern denn für ewig sein?
Denn Sie hör’n ja nicht mit auf, wenn die Stube fertig ist,
hämmern, klopfen, meißeln, weiter mit ‘nem Lächeln im Gesicht,
muss denn dieser Lärm so sein – so gemein?!

Verstehst du nicht, du kleiner Wicht,
denn ohne Bohr’n find ich mein Futter nicht!
Die dicken Larven unter der Rinde fein,
sollen doch mein Mittagessen sein,
mein allerliebstes Leibgericht – verstehst du nicht?!

Na gut, Herr Specht, das klingt nicht schlecht,
Sie tuen ihren Dienst wohl doch zurecht!
Beschützen vor dem Borkenkäfer bald,
uns’ren allerseits beliebten Wald.
Ich sage nur: Nicht schlecht, nicht schlecht – Herr Specht!

Rocky, der Regenwurm

Ich bin kein hübsches Ding, so wie ein Schmetterling,
doch das macht mir im Boden herzlich wenig aus!
Ich brauch’ kein Federkleid, meine Wege sind nicht weit,
denn nur bei Regen komm’ ich aus der Erde raus.

Denn ich bin Rocky, der Regenwurm, buddel in der Erde ’rum,
lockere den Boden auf, damit er fruchtbar bleibt.
Ich bin ein Segen für die Landwirtschaft, die Menschen satt und glücklich macht.
Die Frage, ob man Würmer mag, wird leider stets verneint.

Ich brauch’ kein Augenlicht, im Dunkeln sieht man nix,
da hat der liebe Herrgott sich ’was bei gedacht!
Auch Ohren hab’ ich nicht, die sind nur hinderlich,
zum allerbesten Tunnelgräber hat er mich gemacht.

Denk doch erstmal nach, bevor du anderen erzählst
und sie mit deiner Vorstellung von Schönheit quälst.
Jeder sieht so aus, wie sie und er es nun mal tut.
Wir alle sind goldrichtig so, und das ist wirklich gut!

Und ich bin ...

Hab’ keine Haare, so wunderbare,
wie Fuchs und Dachs und alle Bären auf der Welt.
Ich lauf’ nicht frei umher und Füße brauch’ ich gar nicht mehr.
Ich robbe durch den Boden, wo’s mir eh besser gefällt!

Und ich bin ...

Ich mag es feucht und modrig schön, da brauch’ ich nicht gut auszuseh’n.
Für diesen Wohnraum bin ich nahezu perfekt.
Doch böse Zungen sagen, ich könnt’ es nicht ertragen
und hätte mich deswegen tief im Boden nur versteckt.

Denk doch erstmal nach, bevor du anderen erzählst ...

Und ich bin ...

Schmettersingling

Und ich flatter durch die Gegend und ich sing sing sing sing
als ein farbenfroher Schmetterling!
Ich hab’ nix anderes im Sinn Sinn Sinn Sinn – flieg’ einfach irgendwo hin!

Die Zeit als Raupe ist vorbei bye bye bye
jetzt kann ich fliegen und bin frei, frei frei frei!
So komm ich auch bei dir vorbei bye bye bye – flieg durch die Gegend und sing!

Schau dir an all diese Farben, schönes Blau, ich freu mich so sehr über diese Farbenschau,
schillernd gelb und auch ein klein wenig Purpur da, ach, was sind doch Farben hier im Leben wunderbar.
Ein bisschen Grün, darf’s auch etwas bräunlich sein, was wär’ das Leben ohne diesen bunten Farbenschein?
Und dieses Rot, ach, wie hab’ ich mich in dich verliebt, was ein Glück, dass es all die schönen Farben
auf der Erde gibt. Lila, immer wieder, der schöne Flieder, ich sing meine Lieder als Raupe hier nie wieder,
genieße ich mein Leben als ein schöner Schmetterling, fliege durch die Lüfte und ich sing!

Und ich flatter durch die Gegend ...

Ich lieb den Sommer, all das saftige Grün, sieht aus als würd’ der Sommer nie vorüber geh’n.
Türkis ist mir nicht fies, denn ich genieß’ diesen Farbenrausch mir anzuseh’n.
Es ist keine Frage, ob ich sie mag, die Farben die ich trage, Tag für Tag.
Schenk mir mehr Oliv, definitiv, so richtig tiefes Braun ist gar herrlich anzuschau’n.
Strahlend weiß und gerne Schwarz im Kontrast, ohne die beiden hast du echt ‘was verpasst.
Azur, du schönes Blau, ich will dich pur und ohne Grau.

Und ich flatter durch die Gegend ...

Violett ist wirklich viel zu nett, um es nicht zu beachten am Wegesrand.
Ein Hoch auf den, der die Farbenpracht erfand.
Und dann noch Rosa, erwähne dich in Prosa, dein Zauber wirklich so wahr,
macht mich unbeschreiblich froh, ja!
Ich liebe auch so richtig leck’res Ocker, das haut mich schlichtweg einfach nur vom Hocker.
Doch die Summe aller Farben hier im Freien, die lässt mich fast vor Freude und Entzücken schreien.
Drum stimm’ ich lieber hier mein kleines Liedchen an – Mann!
Das kommt auch besser bei den lieben Nachbarn an – dann!

Und ich flatter durch die Gegend ...

Schneckenwalzer

Rennen kann jeder und eilen geschwind,
hetzen und jagen, so schnell wie der Wind.
Doch lass dir gesagt sein, viel mehr wird geschafft,
wenn man bedenkt: In der Ruhe liegt die Kraft.

Schau, schau, schau, ja denn ich weiß genau,
das ganze Leben ist ein Spiel
und ich komme auch langsam ins Ziel.

Eile mit Weile, wozu all die Hast?
Du hast doch im Leben noch nie was verpasst.
Zeit ist doch nur ein recht dehnbares Wort,
wenn man ihr einmal bewusst wird, ist sie fort.

Schau, schau, schau, ja denn ich weiß genau,
das ganze Leben ist ein Spiel
und ich komme auch langsam ins Ziel.

Stress ist so menschlich, das gibt’s bei mir nicht,
entspannt anzukommen fällt mehr ins Gewicht.
Der Weg bleibt der selbe und Stress kostet Kraft.
Strecke wird auch mit Gemütlichkeit geschafft.

Schau, schau, schau, ja denn ich weiß genau,
das ganze Leben ist ein Spiel
und ich komme auch langsam ins Ziel.

Spinnendisco

Alle Menschen haben Angst vor mir,
doch bin ich nur ein klitzekleines Tier.
Sitz‘ an der Decke und beweg‘ mich kaum,
lausche und träume meinen großen Traum.

Denn ich würd‘ so gerne tanzen geh‘n,
tanzen gehen wär wunderschön.
Doch ich hab leider noch nirgendwo ‘ne Spinnendisco geseh‘n!

Ich würd‘ kreisen mit der Hüfte und wackeln mit dem Po.
Meine vielen kleinen Beine würd‘ ich bewegen – sowieso.
Schau nochmal genauer hin, ich bin so wie ich bin.
Wer nur tanzen will hat garantiert nix Böses im Sinn.

Wenn du mich wieder in eurer Wohnung siehst
würd‘ ich mir wünschen, dass du mich verstehst.
Sitz‘ in der Ecke und lausche der Musik,
weil es Musik ja nur bei Menschen gibt.

Denn ich würd‘ …

Ich würd‘ kreisen …

Stephan Stachelball

Schmatz schmatz schnüffel schlabber schlürfen schnabulier’n,
wenn ich durch die Hecke laufe, kann es schon passier’n,
dass du mich von weitem hörst, denn leise bin ich nicht,
das fällt bei mir und and’ren Igeln deutlich ins Gewicht!

Schmatz schmatz schnüffel schnauf – bin ein Igel, keine Maus!
Schmatz schmatz Knall auf Fall – ich bin Stephan Stachelball!

Schmatz schmatz schnüffel schlabber schlürfen schnabulier’n,
wenn mich einer fressen will, so kann er nur verlier’n,
habe viele Stachel und die trag’ ich mit mir rum,
roll’ mich zur Stachelkugel und dann schaut er ziemlich dumm!

Schmatz schmatz schnüffel schnauf – bin ein Igel, keine Maus ...

Es gibt viele Unterschiede zwischen Mensch und Tier,
ihr habt Regeln und Manieren – ich erspar’ sie mir!
Rülpsen, pupsen, schmatzen, schlabbern – all das dürft ihr nicht,
doch wenn euch dabei keiner sieht, dann macht ihr’s so wie ich!

Schmatz schmatz schnüffel schlabber schlürfen schnabulier’n,
such’ in deinem Garten Schnecken, die mich interessier’n,
denn Schnecken sind mein Leibgericht und davon gibt es viele,
lecker Schlabberschneckenschleim – genau, wie ich es liebe!

Schmatz schmatz schnüffel schnauf – bin ein Igel, keine Maus ...

Schmatz schmatz schnüffel schlabber schlürfen schnabulier’n,
das sollte dir beim Essen aber selber nie passier’n,
denn Mama mag es gar nicht, wenn man dein Geschmatze hört,
weil es beim Essen eher nur die anderen Menschen stört!

Schmatz schmatz schnüffel schnauf – bin ein Igel, keine Maus ...

Es gibt viele Unterschiede zwischen ...

Schmatz schmatz schnüffel schlabber schlürfen schnabulier’n,
doch das gilt nicht für Igel und so kann ich’s ignorier’n,
so schmatze ich ganz laut herum, wenn ich ‘was Leck’res find’,
schmatzen darf der Igel nur – das weiß doch jedes Kind!

Schmatz schmatz schnüffel schnauf – bin ein Igel, keine Maus ...

Tausendfüßlerdankeschön

Ich bin ein kleiner Tausendfüßlerjunge und ich mag
mit Papa durch die Wälder streifen, den ganzen Tag.
Und jedes Jahr auf´s Neue fragt er mich sodann,
was er Mama in diesem Jahr zum Hochzeitstag wohl schenken kann.

Du weißt doch ganz genau was Tausendfüßlermamas gerne haben,
wenn du selber nicht drauf kommst kann ich’s dir gerne wieder sagen.
Erinn’re dich doch nur an euren letzten Jahrestag,
was hat die Mama da zu dir gesagt?

Mein lieber Schatz, hab tausend Dank
für all die schönen, neuen Tausendfüßlerschuh‘ in meinem Schrank.
Ich freu mich schon sie anzuseh’n,
wenn wir heut Abend auf zweitausend Füßen um die Häuser zieh’n.
Ganz alleine ich und du,
und meine funkelnagelneuen tausend Tausendfüßlerschuh‘.
Wunderschön und blitzeblank – mein lieber Schatz, hab tausend Dank!

Als ich einmal mit Mama ganz allein spazieren war
und sie im Dorf im Schaufenster die Lieblingsschuhe sah,
da wusste ich genau, dass Papa richtig lag
mit neuen Tausendfüßlerschuh‘n zum Jahrestag.

Mein lieber Schatz …

Als dann das Weihnachtsfest im Kalender näher kam,
da schlich sich meine Mama ziemlich ratlos an mich ran.
Was kann ich nur dem Papa schenken? – Ich gab ihr meinen Rat:
Was hat der Papa dir denn letztes Jahr gesagt?

Mein lieber Schatz, hab tausend Dank
für all die schönen warmen Tausendfüßlersocken hier im Schrank.
Ich freu mich schon sie anzuzieh’n,
wenn eisig kalte Winde durch die Wälder und die Wiesen zieh’n.
Beim Winterwandern nur mit dir
und meinen superwarmen Tausendfüßlersocken unter mir.
So werd‘ ich garantiert nicht krank – mein lieber Schatz, hab tausend Dank!

Waschbär oder Handbär?

Guten Tag, mein Name ist der Waschbär
und ich freu’ mich dich zu seh’n.
Ich lebte lange Zeit in Amerika,
doch es war Zeit, auf die Reise zu geh’n!

So kam ich her und fand es ausgesprochen
lebenswert in eurer Republik.
Es ist so friedlich, schön und leck’res Futter
find’ ich hier in jedem Augenblick!

Und dann sagen sie, ich wasche stets mein Essen
– unglaublich diese Interpretation!
Ich bin nur sehr geschickt mit meinen Händen,
in Gefangenschaft hab’ ich ja leider eh nicht viel zu tun,
ich gebe zu, da mach ich es ja schon.

Waschbär nenn’ sie mich
– das ist doch wirklich lächerlich!
Handbär klingt nicht schlecht
– dann hätt’ ich meinen Namen auch zu Recht!

Ja es stimmt, ich mag auch sehr das Wasser,
das ist in meinem Lebensraum dabei.
Doch Putzen, Spülen, Schrubben oder Waschen
ist dem freien Waschbär wirklich einerlei.

Es sieht so aus, das muss ich wirklich sagen,
weil ich mit meinen Händen Krebse fangen kann.
Aber stets mein Futter aufzuweichen,
fang ich in Freiheit gar nicht erst an.

Und dann sagen sie, ich wasche stets mein Essen ...

Waschbär nenn’ sie mich ...

Wir Hasen

Wenn der Morgentau durch die Wiesen zieht
kehren wir zurück in unser Wohngebiet,
wo man uns tagsüber meist nur dösen sieht,
weil es uns des Nachts auf die Felder zieht.

Des Hasen ärgster Feind: die Unvorsichtigkeit,
darum bewegen wir uns in der Dunkelheit.
Nur der Dumme flieht nicht zur rechten Zeit,
wenn der Jäger kommt zählt nur noch Schnelligkeit.

Wir Hasen können flitzen, rennen, rasen,
mit langen Beinen Haken schlagen,
und so eilen wir davon, davon.

Wir tragen Pelze ohne Kragen,
den will ein jeder Jäger haben.
Und so beginnt er uns zu jagen,
doch wir rennen ihm davon, davon, davon, davon, davon.

Wir leben immer frei, wir bauen uns kein Haus.
Und uns‘ren schönen Pelz, den zieh´n wir niemals aus.
In guter Nachbarschaft zu Rebhuhn, Reh und Maus
strecken wir in Ackermulden uns‘re müden Glieder aus.

Wir Hasen …

Flieh solang du fliehen kannst, du wirst kein Feigling sein.
Nur wer sich überschätzt rennt ins Verderben rein.
„Der Klügere gibt nach!“, sagte mein Vater schon.
„Stolz ist ein falscher Freund, hüte dich vor ihm, mein Sohn.“

Wir Hasen …

Mit wunderschönen langen Ohren,
so werden Hasen stets geboren.
Zum Leben in Freiheit auserkoren,
und schon eilen wir davon, davon, davon, davon, davon.

Wir sind die Ameisen

Wir sind die Ameisen – wir leben nicht alleine
sind die Ameisen – auf vielen flinken Beinen

wir marschieren durch die Wälder, über Stock und über Stein
für uns gibt es nix Schöneres als Ameisen zu sein.

Wir sind die Ameisen – wir tippeln durch’s Gemüse
sind die Ameisen – kriegen niemals müde Füße

in der Arbeiterkolonne laufen wir in Reih’ und Glied
wir arbeiten gemeinsam und wir singen unser Lied.

Wir sind die Ameisen – wir krabbeln durch die Wiese
sind die Ameisen – und garantiert nur diese

sind die Fleißigsten von allen, ja, das weiß doch jedes Kind,
selbst Bienen sind nicht einmal ansatzweise so geschwind.

Wir sind die Ameisen – wir sind unzählbar viele
sind die Ameisen – wir verfolgen uns’re Ziele

sind superstark und emsig und so kriegt uns keiner klein,
bei uns gilt „einer für alle“ und „alle für ein’ “.

Wir sind die Ameisen – sind friedlich und beschäftigt
sind die Ameisen – bei uns wird keiner schnell verdächtigt

doch wenn ein böser Schuft uns etwas Böses tut,
dann können wir auch beißen und das tut dann gar nicht gut.